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Schimmel in der Ecke eines gefliesten Badezimmers

Viel Dampf, wenig Lüftung

Schimmel im Bad

Im Bad sagen wir Ihnen als Erstes etwas, das gegen unser eigenes Geschäft geht: wenn Sie nach dem Duschen nicht lüften, hilft Ihnen keine Platte der Welt.

Ein Bad ist der einzige Raum, in dem die Luftfeuchte in zehn Minuten von 55 auf 90 Prozent springt. Danach entscheidet sich alles daran, wie schnell sie wieder runtergeht. Eine Klimaplatte kann diesen Spitzen etwas abnehmen, aber sie kann kein Fenster ersetzen.

Die eine Zahl, die alles entscheidet

Wir haben dieselbe Badezimmerecke dreimal durchgerechnet, mit unterschiedlicher Dauerfeuchte im Raum. Nicht die Duschspitze, sondern der Wert, auf den sich der Raum den Tag über einpendelt.

  • 55 Prozent, also gut gelüftet: 30 Millimeter Platte reichen, die Ecke ist sicher.
  • 60 Prozent: es braucht 50 Millimeter. Machbar, aber deutlich teurer.
  • 65 Prozent dauerhaft: keine Plattenstärke der Welt bringt die Ecke unter die Schimmelgrenze.

Bei 65 Prozent Dauerfeuchte verkaufen wir Ihnen nichts.

Wenn die Feuchte im Bad dauerhaft so hoch steht, ist die Ursache nicht die Wand. Dann fehlt Lüftung, oder es gibt ein Leck, oder die Wäsche trocknet im Bad. Wir rechnen das mit Ihnen durch, bevor Sie Geld ausgeben, und wenn es nicht passt, sagen wir es Ihnen.

Warum Fliesen keinen Schimmel bekommen, die Ecke darüber schon

Auf einer glatten, dichten Fliese findet Schimmel wenig zu fressen. Kritisch sind die Silikonfugen, die Ecke über dem Fliesenspiegel und die Decke. Genau dort ist auch die Oberfläche am kältesten, weil warme, feuchte Luft nach oben steigt und in der Ecke stehen bleibt.

In unserer Rechnung liegt die Ecke bei 11,3 Grad, während der Raum 22 Grad hat. Über zehn Grad Unterschied auf derselben Wand. Deshalb sitzt der Fleck fast immer oben und in der Ecke.

So gehen Sie vor

  1. Nach dem Duschen Stoßlüften Fenster ganz auf, fünf Minuten, Tür zu. Nicht kippen. Ein gekipptes Fenster tauscht kaum Luft, kühlt aber die Laibung aus, und dann haben Sie den nächsten Kälteschaden.
  2. Wasser abziehen Der Abzieher an der Duschwand entfernt in dreißig Sekunden mehr Wasser aus dem Raum als eine Stunde Lüften. Was nicht verdunstet, muss auch nicht raus.
  3. Keine Wäsche im Bad trocknen Eine Maschine Wäsche gibt zwei bis drei Liter Wasser an die Raumluft ab. Das ist mehr, als zwei Menschen in einer ganzen Nacht ausatmen.
  4. Erst danach dämmen Wenn die Dauerfeuchte bei 55 bis 60 Prozent liegt, bringt die Platte genau das, was sie soll: sie hebt die kalte Ecke über die Schimmelgrenze.

Was die Platte im Bad wirklich kann

Zwei Dinge, und beide sind wertvoll. Sie hebt die Oberflächentemperatur in der kalten Ecke, in unserem Beispiel von 11,3 auf 17,4 Grad. Und sie puffert die Duschspitze: Kalziumsilikat nimmt Feuchtigkeit kapillar auf und gibt sie wieder ab, sobald die Luft trockener wird. Nach dem Duschen zieht die Platte Wasser aus der Luft, über den Tag gibt sie es zurück.

Was sie nicht kann: dauerhaft zu viel Wasser aus einem Raum schaffen. Ein Puffer ist kein Abfluss.

Über Fliesen kleben geht, aber nicht direkt.

Auf einem alten Fliesenspiegel hält der mineralische Kleber nicht zuverlässig. Entweder die Fliesen runter, oder eine Haftbrücke auftragen und trocknen lassen. Fragen Sie uns vorher, das ist einer der Fälle, in denen die Montage schiefgeht, wenn man einen Schritt überspringt.

Häufige Fragen

Was Kunden zum Bad fragen.

Ich habe kein Fenster im Bad, nur einen Lüfter. Reicht das?

Wenn der Lüfter mit Nachlauf arbeitet und wirklich nach draußen führt, ja. Prüfen Sie ihn mit einem Blatt Papier: hält der Lüfter es an, zieht er genug. Fällt es ab, ist der Kanal verstopft oder der Motor zu schwach. Ein Lüfter, der nur Luft im Raum umwälzt, bringt nichts.

Kann ich Klimaplatten hinter der Dusche verwenden?

In der direkten Spritzwasserzone nicht. Kalziumsilikat ist kapillaraktiv, es soll Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Dauerhaft flüssiges Wasser ist etwas anderes als feuchte Luft. Hinter der Dusche gehört eine Abdichtung und eine Fliese hin, die Platte kommt an die kalten Außenwände und in die Ecken darüber.

Wie viel Grad soll das Bad haben?

Rund 22 Grad, und zwar dauerhaft, nicht nur zum Duschen. Ein Bad, das zwischendurch auf 17 Grad auskühlt und dann kurz auf 24 hochgeheizt wird, ist genau die Situation, in der sich Feuchte an den kalten Flächen niederschlägt.

Muss der alte Schimmel vorher weg?

Ja, immer. Abwaschen, nicht überstreichen und nicht überkleben. Bei größeren Flächen mit hochprozentigem Alkohol arbeiten, Fenster auf, Handschuhe und Maske. Wenn der Befall größer als einen halben Quadratmeter ist, lassen Sie eine Fachfirma ran.

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